



Sie hatte ein Zettelchen an ihren Mann aufs Land geschrieben, wo ersich Geschäfte wegen aufhielt. Es fing an: "Bester, Liebster, komme,sobald du kannst, ich erwarte dich mit tausend Freuden."--EinFreund, der hereinkam, brachte Nachricht, daß er wegen gewisserUmstände so bald noch nicht zurückkehren würde. Das Billett bliebliegen und fiel mir abends in die Hände. Ich las es und lächelte; siefragte worüber?--"Was die Einbildungskraft für ein göttlichesGeschenk ist," rief ich aus, "ich konnte mir einen Augenblickvorspiegeln, als wäre es an mich geschrieben."--Sie brach ab, esschien ihr zu mißfallen, und ich schwieg.